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Naturschutz im Naturpark
Vorrangiges Ziel des Naturparks ist es, den Naturhaushalt einer weitgehend vom Menschen geschaffenen und gestalteten Kulturlandschaft zu erhalten bzw. zu verbessern.
Durch menschliches Wirtschaften entstanden, kann diese Landschaft auch nur durch eine weitere Nutzung so bewahrt werden.
Entscheidend ist, dass die Art der Flächenbewirtschaftung umweltschonend, d.h. nachhaltig geschieht. Diesem Ziel ordnet sich auch die touristische Nutzung des Naturparks unter. Im Naturpark finden Sie unterschiedliche Kategorien von Schutzgebieten. So wurden vier
Landschaftsschutzgebiete (LSG) ausgewiesen. Sie bedecken 75% der Naturparkfläche und schützen vor allem großflächig das Landschaftsbild. Als weitere Schutzkategorie finden Sie die Naturdenkmale und Geschützten Landschaftsbestandteile, und nicht zu zuletzt die Naturschutzgebiete (NSG). Alle Schutzgebiete sind durch die Naturschutzeule auf gelbem Grund gekennzeichnet.
Im Naturpark sind 16 NSG ausgewiesen - sie nehmen 19% der Naturparkfläche ein und stellen die strengste Schutzkategorie dar: Hier hat der Naturschutz Vorrang vor jeder Nutzung. In einigen NSG soll eine völlig ungestörte Naturentwicklung ablaufen (z.B. Jellen, Brantensee), andere werden ständig gepflegt, um sie als Zeugen alter Wirtschaftsweisen zu erhalten (z.B. Dünenkiefernwald).
Fast der gesamte Naturpark ist als
Europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen und über 10.000 Hektar unterliegen nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie ebenfalls europäischem Recht.


Naturschutzgebiete

  1. Damerower Werder
    777 ha, zwei Halbinseln, alter Baumbestand, Wisentgehege
  2. Seen- und Bruchlandschaft südlich Alt Gaarz
    774 ha , abwechslungsreiche Seen und Moore
  3. Obere Nebelseen
    508 ha, Quellgebiet der Nebel, Trockenhügel mit Magerrasen
  4. Drewitzer See mit Lübowsee und Dreiersee
    1455 ha, kalkreiche Klarwasserseen
  5. Gültzsee
    192 ha, nährstoffarmer Klarwassersee
  6. Krakower Obersee
    1148 ha, Feuchtgebiet von internationeler Bedeutung für Wasservögel
  7. Nordufer Plauer See mit Samoter See und Hofsee
    631 ha, Feuchtgebiet von nationaler Bedeutung
  8. Brantensee
    89 ha, Bruch- und Moorgebiet
  9. Paschensee
    228 ha, kalk- und nährstoffarmer Klarwassersee
  10. Nordufer Großer und Kleiner Langhagensee
    40 ha, wertvolle See- und Moorvegetation
  11. Dünenkiefernwald am Langhagensee
    16 ha, alte Kiefern- und Wacholderbestände auf einer Binnendüne
  12. Großer und Kleiner Serrahn
    721 ha, verlandender See, ausgedehnte Röhrichtflächen
  13. Jellen
    24 ha, Naturwaldzelle mit ca. 200jährigen Kiefern sowie Wacholder
  14. Südufer Goldberger See (geplant)
    191 ha, Verlandungszone eines Flachwassersees
  15. Klädener Plage und Mildenitzdurchbruchstal
    114 ha, verlandender See und naturnaher Flusslauf
  16. Kläden
    40 ha, Buchenwald mit Naturwaldzelle