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Durch die Eiszeit geformt und vom Menschen gestaltet
Ein letztes Mal schoben sich vor etwa 20.000 Jahren (Pommersches Stadium der Weichselkaltzeit) von Norden Gletscher heran. Wo sie zum Stehen kamen und abschmolzen, liegen am Nordrand des Naturparks Hügelketten, die Endmoränenzüge.

Unzählige Schmelzwasserströme lagerten südlich der Gletscher riesige Massen Sand und Kies ab: die Sander. Der Großteil des Naturparks liegt auf diesen.

Wo das Gletscherwasser Rinnen und Löcher ausspülte, finden wir heute häufig Seen und Moore. Auch vom Sand verschüttete Toteisreste hinterließen nach dem Abtauen Hohlformen, in denen sich das Wasser sammelte.

Die ältesten menschlichen Spuren sind im Naturpark 10.000 Jahre alt. Vor etwa 5.000 Jahren begannen die Menschen, Wald zu roden und Äcker anzulegen. Seitdem griffen die hier Siedelnden immer stärker in die Umwelt ein.

Der heutige Naturpark ist ein zu fast 100 Prozent vom Menschen gestaltete oder beieinflusste Landschaft. Einige kleine Bereiche wurden allerdings nur sporadisch genutzt und weitgehend der natürlichen Entwicklung überlassen. Solche naturnahen Lebensräume sind besondeders erhaltenswert.

Schutzwürdig sind aber auch vom Menschen erst geschaffene Lebensräume: ehemalige Torfstiche, Heiden, verlandete Seen, aufgegebene Wiesen,...

Wie in der Landschaft, so lohnt es sich auch in den Siedlungen, dem früheren Tun der Menschen nachzuspüren. Im Laufe der Zeit sind ganze Dörfer verschwunden; andere haben an Bedeutung gewonnen. Waldarbeiterdörfer z.B. waren zu arm, sich eine Kirche zu leisten. In anderen Gemeinden kann man Gutshäuser, Schlösser und prächtige Parkanlagen finden. Der Naturpark, das ist ein harmonisches Miteinander von Kultur und Natur. Kein Wunder, dass die Einheimischen ihre Heimat lieben und Gäste sich hier gern erholen.

Um diese Landschaft zu schützen, zu pflegen und zu entwickeln, wurde der Naturpark per Landesverordnung festgesetzt. Er umfasst Teile der Landkreise Parchim, Güstrow und Müritz und soll zu einer Region entwicklet werden, in der sich menschliches Handeln an natürlichen Bedingungen orientiert, in der die Landschaft genutzt wird, ohne sie zu schädigen oder gar zu zerstören.